Dürer-Vorträge Nürnberg

Kurze Einführung zu den Dürer-Vorträgen.

Die Dürer-Vorträge in Nürnberg

Albrecht Dürer: Das Wappen des Todes (Detail), 1507. Kupferstich.
Bildnachweis: Museen der Stadt Nürnberg, Kunstsammlungen (Sammlung Diehl)

Nürnberg in Waffen
Dürers Werk als Quelle der Waffen- und Kostümkunde

Dürer-Vorträge 2018

Samstag, 13. Oktober 2018, 10 – 17 Uhr
Albrecht-Dürer-Haus, Dürer-Saal

Dürer, Grünewald oder Cranach: Die Todesjahre der großen deutschen Genie-Generation um 1500 fallen alle noch in die Frühzeit der Reformation – und anscheinend kam nichts besseres nach. Oder hat sich die Spitzenkunst nur auf andere Genres wie etwa die Portraitmalerei oder die winzigen Kupferstiche der sogenannten "Kleinmeister" verlagert? Jedenfalls scheint die Diskrepanz zwischen grobschlächtigen Propaganda-Holzschnitten und treuherzigen Konfessionsbildern einerseits und erlesener Spitzenkunst andererseits niemals so groß gewesen zu sein, wie in der Reformationszeit.

Für die Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg konnte vor kurzem ein Offiziersharnisch aus dem 16. Jahrhundert erworben werden. Doch das meiste aus den riesigen Zeughaus-Beständen der Reichsstadt, einst eine der größten Waffenschmieden Europas, ist verloren. So widmen sich die diesjährigen Vorträge Dürers Werk als einzigartiger Quelle für Fragen von Rüstung, Bewaffnung und Militärtechnik.

 

Albrecht Dürer: Selbstbildnis mit Landschaft, 1498.

Seit 2002, dem Jahr des 500. Geburtstages von Albrecht Dürers berühmtem Aquarell "Junger Feldhase", führt das Kulturreferat der Stadt Nürnberg jährlich ein gehobenes Kulturprogramm zu Ehren des bekanntesten Nürnberger Künstlers durch.

Im Albrecht-Dürer-Haus selbst finden zu diesem Anlass jährlich Vorträge renommierter Fachgelehrter aus dem In- und Ausland statt: Wissenschaftler aus aller Welt kommen in Dürers Wohnhaus und Arbeitsstätte und machen Nürnberg so zum einzigartigen Treffpunkt der Dürer-Forschung.

Die Dürer-Vorträge sind eine Kooperation der Museen der Stadt Nürnberg - Albrecht-Dürer-Haus, der Albrecht-Dürer-Haus-Stiftung e.V. und des Kulturreferats der Stadt Nürnberg.