Dürer-Vorträge Nürnberg

Eine Zusammenfassung der Vorträge und Informationen über die Referenten.

Archiv 2004

Albrecht Dürer: Adam und Eva, Kupferstich, 1504

Mann und Weib

Dürers frühzeitiges Interesse am weiblichen und männlichen Akt floß bald in seine zahlreichen Darstellungen von Adam und Eva, bei denen sowohl emotionale Werte als auch kunsttheoretische Konzepte zur Anschauung kommen. Endlich bestimmen Paare durchgehend sein Werk "Von menschlicher Proportion". Es geht um Fragen einer Anthropologie der Geschlechter in Dürers Werk.

Prof. Dr. Berthold Hinz

Geb. 1941 in Königsberg/Pr., lehrt Kunstgeschichte an der Kunsthochschule/Universität Kassel.

 
 

Albrecht Dürers drei "Große Bücher"

Neue Wege in der Buchkunst

1511 gab Albrecht Dürer drei "Große Bücher" im Selbstverlag heraus: Das "Marienleben", die "Große Passion" und eine Zweitausgabe seiner lateinischen "Apokalypse".

Dr. des. Anna Scherbaum M.A.

Geboren 1968 in Würzburg, Studium der Kunstgeschichte und Neueren Deutschen Literatur. 1995 Magister Artium, 2002 Promotion an der FU Berlin, Thema "Albrecht Dürers 'Marienleben'".

 
 

Den Hasen im Sprung erhascht

Albrecht Dürers "Marienleben"

Was hält diese außerordenlich vielgestaltige und an überraschenden Einfällen reiche Holzschnittfolge zusammen? Die Rolle Mariens in der Heilsgeschichte kommt auf stringente und überaus spannungsreiche Weise zur Darstellung.

Priv.-Doz. Dr. Ulrike Heinrichs-Schreiber

Studium der Kunstgeschichte, der Romanistik und der Christlichen Archäologie, Promotion 1992, universitäre Lehre und Forschung seit 1995, Habilitation 2003.

 
 

Albrecht Dürers "Große Holzschnitt-Passion"

Was hat deren Darstellung, mit den Sehgewohnheiten des 21. Jh.s betrachtet, zu sagen. Wie "funktionieren" diese Bildzyklen? Die Kleine und die Große Holzschnitt-Passion im Vergleich.

Dr. Anke Fröhlich

Schrieb ihre Magisterarbeit über Albrecht Dürers Große Holschnitt-Passion, promovierte über die Landschaftsmalerei in Sachsen im 18. Jahrhundert und arbeitet als freie Kunsthistorikerin in Dresden.

 
 

Symbolisches und Sinnliches als Elemente der Tierdarstellung Dürers

Im Adam-und-Eva-Stich brachte Dürer etliche seiner Tierstudien als Verkörperungen der menschlichen Temperamente unter. Die Entwicklung bei Dürer vom Tier als symbolischer Repräsentant bis hin zum autonomen Trophäenbild ist das Thema dieses Vortrags.

Dr. Elisabeth Trux

Studium der Kunstgeschichte, mittelalterlicher Geschichte und historischer Hilfswissenschaften, M.A. 1985, Promotion 1991, universitäre Lehre in Kontinuität seit 1991.

 
 

Das Rätsel der fünf Tage

Das 1506 laut Beischrift in nur fünf Tagen entstandene Gemälde "Christus unter den Schriftgelehrten" hat den Gelehrten seit jeher Kopfzerbrechen bereitet und Anlass zu allerhand Spekulationen gegeben.

Dr. Thomas Schauerte

Geboren 1967 in Aachen, studierte Kunstgeschichte,l 1999 Promotion über Dürers "Ehrenpforte"; z. Z. Lehrauftrag an der Universität Heidelberg. Forschungsschwerpunkte: Dürerzeit, mittelalterliche Antikenrezeption, süddeutscher Barock.