Dürer-Vorträge Nürnberg

Eine Zusammenfassung der Vorträge und Informationen über die Referenten des Jahres 2012.

Archiv 2012

 

"Nec unus - nec omnes": Das Augsburger Rathaus im Kontext von Reich und Stadt

Augsburg war mit seinen römischen Ursprüngen, der besonderen kaiserlichen Gunst, den blühenden Künsten und seinem Reichtum über Jahrhunderte die ewige Rivalin Nürnbergs und zugleich ein Vergleichsmaßstab für die eigene Bedeutung - wie also stellt sich die "Konkurrenz" in ihrem Rathaus dar?

Dr. Julian Jachmann

DFG-Netzwerk "Schnittstelle Bild", Universität Köln

 

 

Denkmalschutz - Dokumentation - Propaganda. Der "Führerauftrag Monumentalmalerei" 1943-1945

Im Zeichen der immer bedrohlicheren Kriegslage befahl Hitler persönlich eine Fotokampagne, die gefährdete, historisch und künstlerisch wertvolle Raumausstattungen dokumentieren sollte. Dieser Kampagne verdankt sich auch die vollständige, farbige Gesamtdokumentation des wenig später zerstörten Rathauses.

Dr. Stephan Klingen

Leiter der Photothek am Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München

 

 

Verkauft, verschenkt, vermisst. Zur Geschichte der Dürer-Bestände auf dem Nürnberger Rathaus

Im 16. Jahrhundert konnte man auf dem Nürnberger Rathaus eine kleine, doch erlesene Dürer-Sammlung besichtigen. Doch 1627 wandern die "Vier Apostel", 1805 Dürers "Selbstbildnis im Pelzrock" nach München. Damit markieren die Gemälde die Eckpunkte einer jahrhundertelangen Verlustgeschichte, die hier aufgerollt wird.

Dr. Thomas Renkl

Freier Wissenschaftler, Herdecke

 

Dürers größtes Werk. Die Ausmalung des Großen Saales im Nürnberger Rathaus. Konzept, Funktion und Geschichte.

Mit den Entwürfen für die Ausmalung des Großen Ratssaales betritt Albrecht Dürer das Gebiet der Monumentalmalerei. Zugleich gestaltet er damit den bedeutendsten Repräsentationsraum seiner Vaterstadt, dessen Bildprogramm trotz der Zerstörung 1945 das noch in allen Details rekonstruierbar ist.

Prof. Dr. Carsten-Peter Warncke

Lehrstuhl für Kunstgeschichte, Universität Göttingen